Hol mal das Brot raus…

… wir haben hier eine Leberwurst!

Mit diesem Satz hat mein Freund heute sehr gut beschrieben, in welcher Stimmung sich Snorre gerade befindet. Gestatten? Leberwurst. Beleidigte Leberwurst. Bitte nicht in die gleiche Richtung gehen, nicht anschauen und um Himmels Willen nicht anfassen! Gefahr, Gefahr!

Was passiert ist? Gestern fiel mir auf, dass Snorre sich übertrieben oft die Hinterpfoten leckt. Besonders die rechte. Und obwohl er eigentlich kein Problem damit hat, wenn man seine Pfoten anfasst, ließ er mich partout nicht an seine Zehen. Abends hat mein Freund ihn dann geschnappt und ich konnte mir mal genauer ansehen, was da los ist. Der Kleine hat sich den Bereich zwischen den mittleren Zehen beinahe kahl geleckt und es ist auch etwas verkrustet, rot und natürlich gereizt. Einen Grund dafür konnte ich nun nicht sehen, also nichts eingetreten oder großartig aufgerissen. Allerdings habe ich zwei schwarze Flecken auf dem Ballen bemerkt und will die nun mal beobachten.

Da ich ihm für Lappalien ungern den Gang zum Tierarzt antun möchte (Besonders nicht bei der Hitze, die hier im Moment herrscht.) und es nun auch nicht akut entzündet scheint, hat mein Freund heute Morgen 3%iges Wasserstoffperoxid aus der Apotheke geholt, damit wir den wunden Bereich ausspülen können. Also lauwarmes Wasser in eine Schüssel, etwas H2O2 dazu und rein mit dem Pfötchen. Naja, toll fand Snorre das natürlich nicht. Aber er hat sich auch nicht so angestellt wie ich befürchtet hatte. Vermutlich wäre er auch nicht so eingeschnappt gewesen, wenn wir ihm nicht schon wieder den fiesen Kragen verpasst hätten, damit er nicht sofort wieder anfängt, an der Pfote zu lecken.

Jetzt liegt er schon seit Stunden platt auf dem Boden, schaut ab und zu vorwurfsvoll hoch und verkriecht sich ganz fix, wenn wir ihm zu nahe kommen. Ach, der arme Kleine. Seltsamerweise ist sein Leid aber ganz schnell vergessen, sobald draußen ein Vogel im Baum hockt oder ein interessantes Geräusch erklingt. Da kann er dann auf einmal ganz fit durch die Gegend springen und ein aufgeweckter Kater sein.

Schauen wir mal, wie es in den nächsten Tagen weitergeht.

Der explodierte Hintern.

Heute gibt es einen Beitrag ohne relevante Bilder. Das möchte ich wirklich niemandem antun. Warum? Nun ja, heute Morgen war eigentlich alles wie immer. Der Wecker klingelte, ich drehte mich noch mal um, Snorre kratzte an der Schlafzimmertür. Nach dem zweiten Weckerklingeln habe ich mich mit halb geschlossenen Augen zur Tür getastet, öffnete diese und – war schlagartig wach. Was zum…? Auf dem ganzen Flur zogen sich verdächtige braune Spuren über das Laminat. Och nö…

Also habe ich mich aus dem Bett gehievt und bin auf die Suche nach der Ursache gegangen. Mein erster Gedanke war, dass einem der Tiere der Hintern explodiert sein müsse, denn genau so sah es aus. Nicht nur im Flur. Nein, auch im Bad. Und dort kam mir auch Tabby entgegen, der mich schon so merkwürdig ansah. Nach einem kurzen Check seiner Rückseite wusste ich auch, warum. Bei seinem letzten Klogang muss sich das Würstchen nicht richtig gelöst haben und er hat wohl versucht, es durch Rutschen auf dem Boden loszuwerden. Leider hatte das den gegenteiligen Effekt, denn nun klebte es angetrocknet unter seinem Schwanz.

Mir war schon klar, dass er keinen Freudentanz aufführen würde, wenn ich mich ans Säubern mache. Ab und zu hat er ja mal Durchfall und bei diesen Gelegenheiten zeigt er mir auch gern, was er davon hält, den Popo geputzt zu bekommen. Nämlich nichts. Also die übliche Prozedur: Einen feuchten Lappen holen, Tabby ins Bad setzen und erstmal den gröbsten Schmutz entfernen. Allerdings leichter gesagt als getan, denn der Kater drückt seinen Po immer so fest auf den Boden, dass man einfach nicht mehr gut rankommt. Unsere Gespräche sind sicherlich interessant zu belauschen.

„Komm schon, Maus. Mach es uns nicht so schwer.“

„Mi mi miiiiii!“

„Mir ist schon klar, dass dir das nicht gefällt, aber du kannst uns auch nicht die ganze Bude vollködeln.“

„Mau miau?“

„Ja, ist doch gleich vorbei. Wenn du still halten würdest, wäre ich auch schneller fertig.“

„Mau murr…“

„Ach, beschwer dich doch beim Tierschutzbund…“

Dieses Mal war es mit dem feuchten Lappen leider nicht getan. Ich bin mir sicher, dass er mich so ein bisschen verflucht hat, als ich ihm in der Dusche den Hintern erst shampooniert und dann mit lauwarmem Wasser abgespült habe. Und zum ersten Mal in meinem Leben habe ich bewusst das Stress-Schnurren einer Katze gehört. Tabbys ganzer Körper hat quasi vibriert. Tat mir auch extrem leid, aber es führte ja kein Weg dran vorbei.
Das Gute: Er ist überhaupt nicht nachtragend. Wieder trocken und mit sauberem Popo kam er ganz schmusig an, wollte kuscheln und konnte gar nicht verstehen, dass ich nun erstmal noch ewig den Fluru nd das Bad putzen musste. Hach ja. Haustiere sind was Feines.🙂

Die Unschuld selbst.

 

Zirkuskater

Man macht ja einfach auch viel Schabernack mit den Tierchen. Jetzt hat es wieder mal Snorre erwischt, der von meiner Freundin H. zum Zirkuskater gemacht wurde. Er schläft oft mit dem Beinchen aus dem Nest hängend und H. fand, da könne man mal einen Ball drauf legen. Er hat sich das recht interessiert angeschaut und den Ball dann immer nach einer Weile runter gepfotelt. Ich muss zugeben: Es war ein Heidenspaß, den Ball immer und immer wieder auf seiner Pfote zu platzieren.

Schlafstimmung

Wir hatten am Wochenende Besuch aus der Schweiz und es war richtig viel los bei uns zuhause. Das war einerseits sehr schön, andererseits aber auch unheimlich anstrengend. Darum waren wir allesamt heute extrem müde und haben den ganzen Tag über nur gegammelt und geratzt. 

Snorre noch halbwegs fit…
… hier schon am Rumkuscheln.
Tabby hat den begehrten Stuhl erobert.
Er lässt es sich gut gehen.

Morgen geht es dann wieder für uns alle los. Gerade ist die Motivation noch abgedampft und wer weiß, ob sie rechtzeitig zurückkommt.

Tabby in a box.

Katzen interessieren sich für Kartons. Weiß der Geier, warum das so ist. Meine beiden sind da keine Ausnahme, allerdings bevorzugen sie große Kartons. Große Kartons mit Deckel, am besten halb offen, damit man in den Karton kriechen und seinem Bruder bei einer günstigen Gelegenheit die Tatze auf die Nase hauen kann. Zu meinem Geburtstag letzten Montag habe ich allerdings ein kleines Paket geschickt bekommen und das wurde sofort in Beschlag genommen.

Rein da mit dem dicken Hintern!
Das muss doch irgendwie passen…
So geht’s! Und noch mal nett gucken.

Wie ihr seht: Snorre trägt wieder den hochmodischen Kragen. Ich weiß nicht genau, worauf er reagiert hat, aber es begann mit der letzten Fleischlieferung. Hoffentlich war da nichts falsch etikettiert und ich füttere gerade Geflügel!

Schuhfetisch

Wie ich inzwischen mitbekommen habe, gibt es wohl so einige Fellnasen mit Schuhfetisch. Sobald Frauchen oder Herrchen nach Hause kommt und die Treter auszieht, steckt der tierische Liebling seine Nase tief in in den Turnschuh, den Stiefel oder in ein anderes Modell und nimmt einen kräftigen Zug. Yummy! Meine Plüschpopos beschäftigen sich auch gern mit den Schnürsenkeln meiner Schuhe. Vorzugsweise wenn man gerade ganz fix los muss zur Arbeit…

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Nom nom, lecker Schnürsenkel!
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Nimm sie mir nicht weg!
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Nein, Finger weg! Meiner!
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Boah, Frauchen, du bist so doof!

Zwei Kater, viel Theater.