Wie gut, dass wir geblieben sind…

… denn heute mussten wir Snorre tatsächlich die Halskrause verpassen. Zwar sind die bösesten Stellen schon ganz gut abgeheilt, doch über Nacht hat er sich den Wundrand wieder so sehr aufgekratzt, dass es heute Mittag siffte.

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Da hat sich schon viel geschlossen.

Puh.

Also einmal tief durchgeatmet und dann meiner besseren Hälfte mitgeteilt, dass wir da nun ran müssen. Zuerst mussten wir den Trichter an das Katzengeschirr tüddeln, das wir hier noch liegen haben. Wir haben uns gedacht, dass das sicherlich nicht schlecht ist, weil er sich so nicht würgen kann. Nach ein bisschen Gefummel hatten wir es dann und ich schnappte mir direkt den Kater. Ich wollte nicht drüber nachdenken, ob er da jetzt Stress macht oder nicht, das hätte mich nur wieder verunsichert. Ich hab immer wieder an mein Ninchen gedacht, die ihrer (Monster-)Katze Maggie neulich unter größten Anstrengungen Tabletten gegeben hat. Wenn sie das schafft, dann kann ich das auch! Snorre war allerdings nicht dieser Ansicht und entwand sich nach einem kurzem Kampf meinem Griff, indem er mir an die Schulter sprang, sich dort festkrallte und sein gesamtes Gewicht nach ein paar Hieben an meinen Rücken hängte. Dann war er verschwunden. Also neuer Plan. Dieses Mal schnappte ihn sich mein Freund und hielt ihn vor sich fest. Ich begann, ihm den Kragen inklusive Geschirr festzumachen und… er hielt still! Halleluja! Es passte ihm nicht, nein, aber keine Hiebe, kein Treten, nichts. Er wartete sogar regungslos ab, bis ich den Gurt, der eigentlich um den Bauch kommt, ebenfalls um seinen Hals gelegt und enger gestellt hatte. Der liebe Kater hat nämlich echt zugelegt, das Ding passt nicht mehr.

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Was wirklich erstaunlich ist: So sehr meine Mimose es auch hasst, so „versorgt“ zu werden, so wenig versucht er sich den Trichter abzumachen. Er rennt rum wie das Leiden Christi, hält den Kopf gesenkt und lässt den Schwanz hängen und ich bin mir sicher, er würde auch ein oder zwei Tränen raus drücken wenn er könnte, aber er akzeptiert sein Schicksal. Dafür bin ich sehr dankbar. Wirklich. Wenn ich mir vorstelle, da auch noch die ganze Zeit hinterher sein zu müssen… Och nee!

Mit ziemlich gutem Timing kam heute auch das Silberwasser an, das ich mir auf Kipets Empfehlung hin bestellt habe. Und da gerade alles so gut lief, gab es für Snorre auch noch einmal gratis Wundversorgung. Ich habe ein Wattepad mit dem Silberwasser der Stärke 25 ppm getränkt und vorsichtig die Wunde damit abgetupft. Mein Freund hat Snorre festgehalten, aber er zuckte nur ein paar Mal. Wahrscheinlich, weil er ja eh schon so furchtbar dolle litt, das arme Hascherl. Die Tinktur habe ich großzügig aufgetupft und etwas einwirken lassen. Morgen Früh werde ich das wiederholen, mal sehen, ob es dann auch so gut geht.

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Praktisch! Fressen klappt und Tabby kann kein Futter klauen.

Natürlich gab es direkt nach der ganzen Behandlung auch Leckerlis und Streicheleinheiten. Währenddessen war das ja leider nicht möglich, weil jede Hand gebraucht wurde. Ich hoffe, er verbindet es dennoch ein wenig miteinander. Und nach einiger Zeit kam er auch wieder bei mir an. Zwar wollte er sich erst noch nicht gern anfassen lassen, doch er ließ es sich nicht nehmen, wie immer hinter mir auf der Stuhllehne zu liegen oder beim Abendessen neben mir auf dem Stuhl. Sogar zum Spielen konnte ich ihn später animieren und beim DVD-schauen am Abend lag er die ganze Zeit neben unseren Köpfen. Kann also nicht so schlimm sein.

Ich bin froh, dass wir uns zugunsten seiner Gesundheit fürs Hierbleiben entschieden haben. Und ich bin ein wenig stolz auf das, was wir heute geschafft haben. Es ist quasi unser kleines Weihnachtswunder. Und in diesem Sinne:

Ein frohes Fest allen Katzen und Dosenöffnern!
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Glatzkopf-Snorres perfider Weihnachtsplan

Gestern sind wir doch noch mal zum Tierarzt gefahren. Snorres Wunde wollte einfach nicht besser werden und so mussten wir ihm das noch mal zumuten. Aber ihn über die Feiertage unbehandelt zu lassen, ging einfach nicht.

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Nachdem ich auf meinen letzten Eintrag wirklich ganz liebe Kommentare und gute Tipps erhalten habe, habe ich ganz im Sinne von >Ich muss da durch!< vor der „Oh mein Gott, da ist eine Transportbox, ich kann gar nicht weit genug herum laufen! Hilfe, wer packt mich da, muss strampeln, muss kratzen – AAAAAHH!“-Aktion noch mal meine Nerven gestählt und los ging’s. Letztendlich klappte es dieses Mal sogar, indem ich Snorre auf den Arm nahm, ihn bekuschelt und sanft von oben in die Box gesetzt habe. Ein wenig Drücken hier und da und es war geschafft. Ich war selber völlig perplex. Ein Zufall? Ich werde das beobachten. Beim Tierarzt war es extrem voll. Natürlich. Letzte Sprechstunde vor den Feiertagen, die nur mit Notdienst angegangen werden. Also haben wir eine Stunde gewartet. Ich muss sagen, so sehr sich Snorre auch immer anstellt Zuhause und im Auto: Im Wartezimmer ist er ruhig und interessiert. Ein Hund schnüffelt an seiner Box? Kein Problem. Lautes Gebell und Geknurr? Ohren spitzen und nach der Quelle suchen. Klar, entspannt ist anders, er ist natürlich aufgeregt, aber ich habe da Katzen fauchend und knurrend in ihren Boxen gesehen, dagegen war mein Kleiner ein Engel.

Die Behandlung selbst war… interessant. Ich weiß gerade nicht so genau, was ich davon halten soll. Eigentlich mag ich meine Tierärztin, aber die letzten paar Male schien sie mir ziemlich genervt zu sein. Ob von mir oder wovon auch immer… (Lustiges Detail am Rande: Genau vor uns war ein Kater in Behandlung, der auch Snorre hieß und mit Hautproblemen am Kopf da war.) Ich habe ihr die Problematik noch geschildert, da war sie schon mit einem Flohkamm in Snorres Fell zugange. Mh. Also, Flöhe waren nie ein Thema und sind es auch nicht, ich kämme meine Kater regelmäßig und da wäre mir ja schon was aufgefallen… Die Wunde am Kopf hat sie eher beiläufig betrachtet, ihm eine weitere Depotspritze mit Antibiotika gegeben und gemeint, wenn er sich in zwei oder drei Tagen wieder kratzt, dann sollen wir ihm eine Halskrause umlegen und Bepanthen auf die Wunde geben. Öhm… Ich meinte zu ihr, dass das ja schon ein Problem ist, weil er zuhause sehr rabiat wird und beim Tierarzt eben nur aus Angst und Erschöpfung so sanft ist. Ihre Antwort: „Gut festhalten.“ Ehrlich gesagt hat mich das nicht so wirklich glücklich gemacht, aber gut. Die Halskrause haben wir mit nach Hause bekommen und wenn es wieder schlimmer wird, dann müssen wir halt sehen, wie wir das hinbekommen.

Am Abend war Snorre fix und fertig. Wir saßen auf der Couch, haben Pizza gegessen und etwas fern gesehen und ihn hat ausnahmsweise gar nicht interessiert, was wir auf den Tellern hatten.

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Damit ist die Aktion aber auch noch lang nicht ausgestanden. Wir mussten wegen dem kranken Fellchen nun unsere Pläne für Weihnachten umwerfen. Eigentlich wollten wir über die Feiertage zu meiner Mutter an die dänische Grenze fahren, weil ich sie seit anderthalb Jahren nicht mehr gesehen habe. Allerdings möchte ich Snorre nicht unbeaufsichtigt lassen, wenn er wieder anfangen kann, sich die Stelle komplett aufzukratzen. Und falls wir ihn doch noch mit der Halskrause „beglücken“ müssen, möchte ich erst recht nicht, dass niemand da ist. Also haben wir die Fahrt in den Norden schweren Herzens abgesagt. Ich habe bittere Tränen geweint, aber natürlich kann der Kater nichts dafür. Und ein krankes Kind lässt man ja auch nicht allein zuhause.

Freundinnen von mir spekulieren ja, ob das alles nicht so von ihm geplant war. Sie trauen ihm zu, dass er unsere Gespräche über Urlaub und Katzenbetreuung mitbekommen hat und sich den Kopf mit voller Absicht immer weiter aufgekratzt hat, um uns am Fahren zu hindern! Und wisst ihr was? Ich kann diese Theorie noch nicht mal ausschließen. Dieses genüßliche Wälzen und die Hingabe an meinen Freund heute Morgen sprechen eigentlich Bände:

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Wie verarzte ich bloß meinen Schisserkater?

Im Moment bin ich ein bißchen verzweifelt.  Okay, ein bißchen mehr. Nachdem Snorre ja neulich wieder einen Allergie-Ausbruch hatte, sind wir zum Tierarzt gefahren (Stress pur für den Kater!) und er hat sein Langzeit-Antibiotikum gespritzt bekommen, was auch sonst immer super geholfen hat. Die Wunde an sich ist auch innerhalb einiger Tage verheilt, alles tutti. Nun hat er sich aber außen herum alles aufgekratzt und hört natürlich auch nicht auf damit, denn die Krusten jucken und nerven ja. Die Wunde ist nun bereits so groß wie ein 2 Euro-Stück und ich habe nicht das Gefühl, dass er mal die Krallen davon lassen will.

Hier setzt mein Problem ein. Denn Snorre ist nicht nur ein Schisser, nein, er ist auch eine Zicke und eine Diva. Und er hasst, hasst, hasst es wenn man ihn im Gesicht anfässt. Ich kann ihm also nicht einfach ohne weiteres ein wenig Creme auf die böse Stelle schmieren oder das ganze mal desinfizieren. Festhalten oder fixieren ist bei ihm so gut wie unmöglich. Ich hatte nun eine Zeitlang mal versucht, auf die frisch aufgekratzten Stellen Octenisept aufzutragen, um ein wenig Desinfektion zu erreichen. Interessante Entwicklung: Er kann neben mir liegen und noch so tief schlafen – sobald ich die Kappe von der Octenisept-Flasche abziehe, springt er auf und rennt mit angelegten Ohren und gesträubtem Fell davon. Gestern Abend war es dann so schlimm, dass ich schon dran gezweifelt habe, ob ich überhaupt für Katzenhaltung geeignet bin. Er lag hinter mir auf meinem Schreibtischstuhl wie er es oft macht, wenn ich am PC sitze. Und wie immer maunzte er zwischendurch, wenn ich ihn streicheln sollte. Doch urplötzlich – und ich habe keine Ahnung, was passiert ist – sprang er auf und lief davon. Fauchend. Auch später, wenn ich nur an ihm vorbei gegangen bin, flüchtete er sich in eine Ecke, fauchte und knurrte mich an und sträubte das Fell. So kenne ich den Kleinen überhaupt nicht. Das hat mich sehr schockiert und zutiefst verunsichert. Dieses Verhalten hat den ganzen Abend angehalten und auch heute Morgen zeigte er noch Angst mir gegenüber. Ich habe ihn dann immer ignoriert, wenn er so komisch wurde, ihn aber gestreichelt und gelobt, wenn er von allein zu mir kam. Inzwischen hat er sich auch etwas beruhigt, ist aber immer noch sehr schreckhaft.

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Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, wie ich es schaffen kann, dass er sich zumindest ein paar „Grundbehandlungen“ gefallen lässt. Tabby passt es auch nicht, wenn ich an seine Ohren gehe oder mir mal seine Zähne ansehe, aber es ist machbar. So langsam fühle ich mich ziemlich dämlich, weil es einfach nicht möglich ist, Snorre auf irgendeine Art und Weise zu fixieren. Nackengriff? No way. Bei ihm setzt keine Starre ein. In ein Handtuch einwickeln? Das haben wir versucht und das Ergebnis waren fette entzündete Kratzer an den Beinen meines Freundes. Auf den Kater setzen und den Kopf fixieren? Eine aufgeschlitzte Handfläche später waren wir schlauer. Mit Sanftheit kommt man auch nicht weit. Das Tier ergreift sofort die Flucht.

Inzwischen bin ich mit meinem Latein am Ende. Er scheint mir kein Stück zu vertrauen und ich schaffe es auch nicht, ihm dieses Vertrauen in mich irgendwie zu geben. Ich habe endlos gegoogelt und nach Möglichkeiten gesucht, wie ich meinen kleinen Liebling möglichst stressfrei auch mal verarzten kann. Übrigens: Manchmal muss ich ihm die Krallen sauber machen – kein Problem- Tabletten verabreichen? Ebenfalls kein Thema. Es geht ausschließlich um das Anfassen am Kopf. Falls es da irgendwelche Möglichkeiten gibt oder irgendwer da draußen einen Tipp für mich hat… Ich bin für alles dankbar. Es zerreißt mir das Herz, Snorre nicht helfen zu können, wenn ich es muss.

 

[Spielzeug] Hexbug Nano

Da meine beiden Tiger ausschließlich in der Wohnung gehalten werden, versuche ich immer mal wieder, ihnen neue Anreize zu geben. Gewohntes Revier schön und gut, aber nach einer Weile möchte man ja doch mal wieder was anderes sehen. Also stromere ich öfter durchs Internet und suche nach Beschäftigungsmöglichkeiten. Dabei stieß ich auf ein lustiges kleines Spielzeug, dass ich heute vorstellen möchte: den Hexbug Nano.

Dabei handelt es sich um einen kleinen Krabbelroboter, der sich mittels zwölf Gummibeinchen und Vibration selbständig fortbewegt und laut diversen Foren und Produktbewertungen Katzen in aller Welt förmlich ausflippen lässt. Wie der Name schon andeutet, ist es einem Insekt nachempfunden. Das Tierchen misst etwa 4 – 5 cm in der Länge und ist somit groß genug, dass ein Stubentiger es nicht ohne weiteres verschlucken kann. Der Hexbug Nano sucht sich seinen Weg selber, biegt an Hindernissen ab und richtet sich sogar wieder auf, wenn er umgefallen ist oder durch die Wohnung gekickt wurde. Das Ganze funktioniert allerdings nur auf Laminat, Fliesen oder ähnlichen glatten Oberflächen. Auf Teppich ist der Hexbug (Achtung, Wortspiel für Gamer!) buggy. Höhö. Wat hamma jelacht.

Schon beim Auspacken waren Tabby und Snorre sehr neugierig. Was ja schon mal gut ist. Oft habe ich das Problem, dass sich nur einer für etwas Neues begeistern kann, was zur Folge hat, dass ich beide Kater gleichzeitig mit verschiedenen Spielen bespaßen muss. Extrem anstrengend.

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Tabby schaut noch etwas skeptisch, aber das hatte sich kurze Zeit später komplett gelegt. Kleiner Beweis? Ich habe da mal ein Video vorbereitet.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit unserem neuen Gimmick. Durch die Gummierung ist das Spielzeug recht robust, allerdings kann es passieren, dass sich die Beinchen etwas verschieben – bei mir nun durch Kauversuche der Kater passiert. Das Tierchen läuft dann nur noch grenzdebil im Kreis, allerdings interessiert das meine Fellpopos herzlich wenig. Sie stürzen sich trotzdem noch drauf.

Kleiner Tipp: Das Insekt in Schuhe zu werfen hat einen grandiosen Effekt! Garantierter Spielspaß für alle Beteiligten!

Futtermittelallergie – a never ending story

Es war im Mai diesen Jahres als wir zum ersten Mal merkten, dass etwas mit Snorre nicht stimmt. Er war zwar munter wie immer, aber vor seinem linken Ohr zeigte sich eine auffällige wunde Stelle. Der Bereich breitete sich aus und entzündete sich und wir gingen mit ihm zum Tierarzt. Der sah allerdings keinen großen Handlungsbedarf und schickte uns mit Halskrause und einem „Creme drauf“ wieder nach Hause.

IMG_4797Leider ist Snorre ein Schisser vor dem Herrn. Das fängt damit an, dass er vor meinem Freund wegläuft, wenn der um die Ecke kommt, und endet mit einer regelrechten Phobie, was das Anfassen seiner Ohren angeht. Ich vermute, dass dies mit dem Befall von Ohrenmilben zu tun hat, den er noch in seinem alten Zuhause erlitt, und mit der täglichen Gabe von Ohrentropfen. Ist aber nur Spekulation. Nun ja, jedenfalls reden wir hier von Mr. Es-passt-mir-nicht, der den Aufstand geprobt hat, als wir mit der Creme anrückten. Man sollte es kaum glauben, aber wir konnten ihn kaum zum Stillhalten bewegen. Meine Hände waren blutig gekratzt, die Beine meines Freundes auch. Diese Zeit war kein Spaß. Die einzige Möglichkeit, es für alle Beteiligten einigermaßen erträglich zu gestalten, war die Attacke aus dem Hinterhalt. Wenn Snorre schlief, schnell die Creme drauf. Fand er zwar auch nicht so witzig, aber wir kamen klar.

Nach etwa anderthalb Wochen war die Wunde so weit abgeheilt, dass wir die Krause abnehmen konnten. Eine weitere Woche später erfolgte das Absetzen der Creme und sofort verschlimmerte sich die Situation wieder. Nicht an der gleichen Stelle, nein. Diesmal entwickelte sich eine dicke Kruste neben seinem Maul.

IMG_5100Wir also wieder zum Tierarzt. Er sagte uns, es könne sein, dass Tabby Snorre beim Spielen verletzt und der das einfach nur auf aufgekratzt hat. Er spritzte dem armen Kerl Antibiotika und gab uns wieder eine Salbe mit. Dieses Mal verheilte die Stelle schneller als die am Ohr. Aber ich war nicht zufrieden. Kam mir alles etwas komisch vor und so durchforstete ich mehrere Internetseiten und Foren, um eine Erklärung für die entzündete und wunde Haut meines Lieblings zu finden. Ich stieß auf den eosinophilen Granulom-Komplex und darüber auf die atopische Dermatitis, was mich zu den Futtermittelallergien brachte. Ich forschte und informierte mich und war mir immer sicherer, dass mein Kater etwas in der Richtung haben musste.

Etwa zeitgleich zu dieser Erkenntnis brachen bei Snorre gleich zwei Stellen auf: Eine neben der gerade erst verheilten Wunde am Mäulchen und die andere unter seinem linken Auge.

IMG_5398Also wieder zum Tierarzt, dieses Mal mit einer Freundin im Schlepptau, die mich netterweise fuhr, da wir zu diesem Zeitpunkt noch kein Auto hatten. Ich überlegte bereits an einer Ausschlussdiät und wie ich das am besten umsetzen könnte. Dem Arzt habe ich meinen Verdacht natürlich geschildert und darum gebeten, eine Probe zu nehmen und doch bitte auch mal auf Pilze zu untersuchen. (Wobei ich das nur ausschließen wollte, aber nicht daran glaubte, dass es wirklich die Ursache war. Unserem Tabby ging es schließlich Bombe.) Die Antwort und das Verhalten des Arztes haben mich wirklich erschrocken. Zuerst verneinte er, dass es sich um eine Allergie handeln könne, denn die würde sich ja nur rund um Augen und Nase zeigen. Ehh… was? Der hat sich den Kopf von meinem Fellchen schon mal genau angeschaut, ja? Dann weigerte er sich, eine Pilzprobe zu machen, da er schon so sehen würde, dass es Pilze sind und unser anderer Kater hätte sicher nur noch keine Symptome gezeigt. Dann nahm er einen Flohkamm, rammte ihn Snorre unters Auge und riss mit Gewalt die Kruste dort ab. Der Kater hat so geschrien und gejammert, dass ich genau in diesem Moment beschloss, die Praxis nie wieder zu betreten. Der Arzt drückte mir eine Pilzsalbe in die Hand und ich – viel zu perplex, um adäquat zu reagieren – flüchtete mit meinem Tier nach draußen.

Einen Tag später saß ich im Wartezimmer einer anderen Tierärztin. Meine Freundin hatte mir diese empfohlen, da sie seit Jahren zu ihr geht, und nach etwas Recherche im Internet habe ich beschlossen, es dort zu versuchen. Und was soll ich sagen? Ein ganz anderes Erlebnis. Sie nahm meinen Angstkater ganz lieb in Augenschein, streichelte und beruhigte ihn, hörte sich meine Geschichte und meine Bedenken an und meinte schließlich, dass sie auch auf eine Allergie tippen würde. Zur Vorsicht wollte sie eine Pilzkultur anlegen lassen. Ob ich Snorre zweimal täglich eine Creme verabreichen könnte? Da das bei ihm ohne massiven Stress kaum möglich ist, hat sie ihm ein Langzeit-Antibiotikum gespritzt und von der Wunde vorsichtig Kruste und Haare entnommen. Kein Jaulen, kein Schreien. Top!

Vier Wochen lang habe ich auf das Ergebnis gewartet und nein, es war kein Pilz. Derweil wurde die Haut besser und besser, ich gab den Katern auch kein Trockenfutter mehr (sehr zu ihrem Leidwesen, aber sie haben sich dran gewöhnt), weil ich gelesen hatte, dass es oft damit zusammenhängt. Und genau dieser Umstand führte schließlich dazu, dass sich dieser Verdacht mehr als erhärtete. Snorre war schon lang wieder fit als er sich Ende Juli auf ein Regal hievte und sich dort durch den Rest an Trockenfutter, den ich für Katzen von Freunden zusammengesucht hatte, futterte. Ich kam zum Glück recht schnell dazu und konnte verhindern, dass er sich den Wanst komplett voll schlug. Ein paar Tage später aber blühte wieder eine Kruste in seinem Gesicht. So kamen wir und die Tierärztin drauf, dass es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine Allergie gegen Futtermilben sein müsse.

Seit diesem Tag vor einem halben Jahr achte ich sehr darauf, was meine Kater bekommen und friere alles, was irgendwie trocken ist (z. B. das Trockenfleisch, das ich selber mache), vor der Fütterung ein. Das tötet die Milben und meinem Schatz geht es gut.

Leider ist man auch so nicht vor erneuten Ausbrüchen sicher, denn wir haben neulich ein neues Futter ausprobiert und… Nun ja.

IMG_0593Es scheint irgendwas darin gewesen zu sein, was er nicht verträgt. Andere Änderungen haben wir nicht vorgenommen, also wieder zurück zum alten Futter. Seine Spritze mit dem Antibiotikum hat er heute schon bekommen, war sogar sehr tapfer – auch wenn er Autofahren hasst.

Ich denke, wir werden sicherlich auch in Zukunft immer mal wieder Probleme mit seiner Haut haben. Aber so lange es sich so in Grenzen hält und wir mit einfachen Mitteln gut dagegen ansteuern können, bin ich wirklich mehr als dankbar. Denn heilen kann man ihn nicht, aber wir können versuchen, ihm das Leben so angenehm wie möglich zu machen.

Hallo und willkommen auf katertheater.net

Der Titel des Blogs sagt eigentlich schon alles: Hier werden in Zukunft Geschichten rund um meine Kater Snorre und Tabby zu finden sein.  Die beiden roten Wirbelwinde leben seit etwa einem Jahr bei mir und meinem Freund und sind inzwischen ein Teil unseres Lebens, den ich nie mehr missen möchte.

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Es ist auch nicht immer so leicht mit den Herren, das muss ich ja zugeben. Vor allem Snorre ist ein echter Nörgler. Bekommt er seiner Meinung nach nicht schnell oder ausreichend genug Futter, jammert er. Streichelt man ihn nicht sofort, jammert er.  Sitze ich am PC und besetze dabei seinen Kuschelstuhl, jammert er. Will er ins Schlafzimmer und die Tür ist geschlossen (also immer), jammert er. Tabby ist weitaus verträglicher. Für ihn ist alles super. Immer. Noch besser wird es, wenn man mit der Federangel ankommt. Dann ist die Welt ein Paradies! Gemaunzt wird auch nur, wenn er spielen möchte.

Generell sind die beiden aber sehr verträglich, stellen wenig Unsinn an und ab und zu vergessen sie wohl tatsächlich auch ihre Fixierung auf mich und legen sich in einen Raum zum Schlafen, in dem ich mich gerade nicht aufhalte. Und das gibt mir dann die Gelegenheit, meine Erlebnisse und Gedanken bezüglich meiner Plüschpopos – aber auch zum Thema Katzen allgemein – aufzuschreiben.  Demnächst an dieser Stelle. Ich würde mich freuen, wenn ihr mich dabei begleiten würdet!

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Zwei Kater, viel Theater.