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Der Barf Shop um die Ecke

Ich habe eine Entdeckung gemacht. Und weil ich von der so begeistert bin, möchte ich euch davon erzählen und vielleicht auch ein klein wenig Werbung machen.

Seit ich in Wuppertal wohne, weht mir wieder der Duft der großen weiten Welt um die Nase. Okay, das ist vielleicht etwas übertrieben, aber im Gegensatz zu Solingen ist Wuppertal um einiges lebendiger. Zwar hat man vor einigen Monaten das Tierheim geschlossen, was ich im Übrigen eine Schande finde, aber ansonsten ist für Tierfreunde jede Menge los und auch einiges zu bekommen, was man im näheren Umfeld sonst vergeblich sucht. Zum Beispiel Frischfleisch.

Ich barfe meine Kater nun seit 2 Jahren. Angefangen habe ich damit, weil ich bei Snorre eine Futtermittelallergie vermutete. Durch verschiedene Ausschlussverfahren hat sich das letztendlich bestätigt und es scheint am Geflügelfleisch zu liegen. Hundert pro sicher bin ich da immer noch nicht, aber seit ich es nicht mehr füttere, ist Snorres Haut sehr viel besser geworden. Da es in Solingen keinen Barf Shop gibt und der, den es mal gab, eher… beschisseneiden war, bin ich auf Lieferung von Frostfleisch umgestiegen. Hier habe ich zwei verschiedene Lieferanten ausprobiert und war mit beiden eher mäßig zufrieden. Beim ersten sagte mir die Fleischqualität nicht zu und beim zweiten hatte ich das Gefühl, öfters anderes Fleisch zu erhalten als auf der Verpackung deklariert.

Als ich nun Ende Februar umgezogen bin, habe ich in meiner unmittelbaren Nachbarschaft aber doch tatsächlich einen Barf Shop entdeckt! Huch!? Es handelt sich hierbei um den Barf Shop im Tal, der sich im Wuppertaler Umfeld (und auch darüber hinaus) bereits einen Namen gemacht hat. Er wird seit einigen Jahren von einer Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen betrieben und somit ist man dort in guten Händen, wenn man konkrete Fragen zur Fütterung hat. Bei meinem ersten Besuch dort vor zwei Wochen war ich erst etwas unsicher, weil ich dachte: „Wahrscheinlich ist hier alles total elitär und ich werde ganz viele schwierige Sachen gefragt, wenn ich rein will. Und wenn ich nicht antworten kann, erhalte ich Hausverbot – aaaaaah!“ (Okay… so ähnlich.) Tatsächlich aber war man super nett, es gab interessanten Small Talk gratis zum Einkaufserlebnis dazu und auch noch eine Probe für die Kater. Mir wurde gesagt, dass einige Katzen auf Kaninchenohren stehen. Mit Fell. Ich habe gratis eines mitbekommen und tatsächlich war das Ohr auch sehr interessant. Allerdings nur zum Beschnüffeln und Anlecken. Mehr nicht.

Am nächsten Arbeitstag hat sich dann unser Bürohund Tommy über das Ohr gefreut. Jetzt bin ich seine beste Freundin.

Letzten Samstag war ich wieder im Laden und habe Nachschub geholt. Ich bin wirklich froh, dass ich nun nicht mehr versuchen muss, kiloweise Fleisch in meinem kleinen Gefrierfach unterzubringen. Ich kann alle paar Wochen loslaufen und holen, was hinein passt. Dieses Mal gab es einen kleinen Überblick für mich, was das Barfen von Hunden angeht. Auch super interessant, denn es unterscheidet sich ja doch von der Fütterung von Katzen. Und man merkt, dass wirklich Fachwissen hinter der Theke steht und auch Interesse am Wohl der Tiere besteht.

Ich bin auf jeden Fall extrem zufrieden und glücklich, dass das Schicksal es gut mit mir gemeint und mir den Laden gezeigt hat. Wer sich fürs Barfen interessiert, der sollte sich da mal beraten lassen und es dann ausprobieren. Ich kann es nur empfehlen. 

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Provozier‘ mich, du blödes Huhn!

Hurra, es ist wieder soweit! Snorre Hat eine neue Kratzstelle am Kopf. Und zwar genau neben dem rechten Auge. Als ich das entdeckt habe, schrillten bei mir sofort die Alarmglocken. Immerhin bekam er in den letzten Wochen nur Huhn und Pute. Sollte das jetzt die Antwort auf den Provokationtest sein? 

 

Im Moment hasst er die Kamera, so dass ich schlecht an ihn heran komme, um ein Foto zu machen. Doch ich denke, man sieht die Stelle trotzdem. Zum Glück ist sie nicht besonders groß, er scheint sie auch nicht weiter aufzukratzen. Allerdings habe ich auch sofort wieder zum Entenfleisch gewechselt und hoffe, jetzt eine Besserung einzuleiten. Wenn sich da etwas tut, kann ich mir wohl ziemlich sicher sein, dass Geflügel für ihn nicht gut verträglich ist. Hoffen wir, dass die Wunde sich nicht entzündet, so dass ihm die Halskrause erspart bleibt.

Ansonsten hat sich die Situation bei uns zu Hause wieder ein wenig entspannt. Tabby ist wie immer freundlich und aufmerksam und auch Snorre begrüßt mich abends wieder. Vorhin haben wir erst einmal ausgiebig gespielt. Die beiden waren ziemlich aus dem Häuschen, weil sie so spät abends noch durch das Wohnzimmer toben durften. Unsere Nachbarn sind nämlich im Urlaub. Die schönste Zeit des Jahres – für uns. 😛

 

Ich wünsche mir wirklich, dass wir in absehbarer Zeit eine Wohnung finden, in der die beiden Kater ungestört toben können. Ohne motzende Nachbarn und am besten mit der Möglichkeit, einen Auslauf für die beiden aufzubauen. Es gibt bei uns einige gute Angebote, doch es scheitert auch manchmal an der Sturheit meines Freundes. Der weigert sich nämlich, irgendwo anders hin zu gehen, als in seine zwei bevorzugten Stadtteile. Noch Fragen? Nun ja, wir werden schon irgendwann etwas finden. Bis dahin machen wir es uns hier so schön wie möglich. Zum Beispiel mit der Tasche meines Freundes.

   

Ich bin mir ziemlich sicher, Tabby würde sie ehelichen, wenn er könnte. Er liebt diese Tasche einfach. 😀

Provokationstest

Die letzten Wochen an der Futter-Front waren sehr entspannt. Durch die Ausschlussdiät hat sich Snorres Kopf wieder erholt, die Haare wachsen nach wie vor gut nach und er wirkt nicht mehr so zerrupft. Vor einiger Zeit habe ich neben dem Pferdefleisch auch Ente angeboten und hatte das hier bereits erwähnt. Beide Kater haben die Ente beinahe sofort sehr gut angenommen und inzwischen sind sie so verrückt danach, dass sie nichts anderes mehr futtern wollen. Am liebsten fressen sie das Federvieh roh. Wenn ich mit dem Napf komme und es ist Entenfleisch drin, maunzt sogar der sonst bei der Verteilung des Futters sehr ruhige und geduldige Snorre ganz ungehalten.

Nach der Ente habe ich Rind probiert. Bei Tabby wieder kein Problem, Snorre mochte es nicht wirklich gern. Und einer der beiden hat in den „Rindertagen“ das Fleisch immer wieder erbrochen. Soll ja öfter passieren, dass Katzen kein Rind vertragen. Hauttechnisch war keine Veränderung zu sehen, Rind ist für mich dennoch durchgefallen.

Seit heute bekommen beide nun Huhn. Und das ist ein Kampf. Erstens für mich, weil das Hühnerfleisch als Provokationstest dient und ich wissen will, ob wirklich ein Problem mit Geflügel besteht, und zweitens für Snorre, denn der ist gar nicht glücklich. Am liebsten würde er raus und sich ne Ente vom Teich angeln, das merkt man. (Tabby frisst wie immer einfach begeistert drauf los, völlig wurscht, was da im Napf ist!) Das Gejammer den ganzen Tag, weil er nicht bekommt, was er haben will… Tut mir ja leid, aber muss nun mal sein. Wenn es doch nicht am Geflügel liegt, dann weiß ich auch nicht mehr weiter und matsche einfach in Zukunft weiter Frischfleisch hoch und beobachte.

IMG_2070Im Moment lese ich mich mal wieder übers Barfen schlau. Es ist zum Heulen, ständig liest man andere Infos und mal ist dies schlecht, dann jenes, da muss man auf genaue Verhältnisse der Mineralien achten und ich hab das Gefühl, ich bräuchte eigentlich einen Abschluss als Chemiker, um das zu verstehen. Aber so langsam muss ich mich mal trauen, denn nach der Provokationsphase (ca. 2 Wochen), will ich nicht mehr zurück zum herkömmlichen Futter. Nein, da geht es dann in die Vollen und es wird gebarft!

Und jetzt drückt mir bitte die Daumen, dass Snorre in den nächsten Tagen nicht wieder zum Eidechsenkönig mutiert…

Endlich Abwechslung! – oder: Tests mit Ente

Oh, diese Zufriedenheit! Dieses glückliche Putzen nach einem erfolgreichen Ausflug an den Futternapf! Wie lange war das bei uns nicht mehr zu erleben? Ein paar Wochen sicherlich. Ja, die Kater haben die „Zwangsdiät“ mit Pferdefleisch mitgemacht, aber begeistert waren sie nicht. Ich kann es sogar verstehen. Wer will schon jeden Tag das Gleiche essen?

Snorres Kopf sieht sehr gut aus. Die Haare wachsen nach – langsam, aber sie kommen. Wunden oder gerötete Hautflächen sind gar nicht mehr zu sehen. Das ist nun schon seit etwa zwei Wochen so und darum habe ich gestern beschlossen, dass ich ab heute etwas Neues auf den Speiseplan setzen werde. Etwas, das bisher auch nicht im Verdacht steht, allergische Reaktionen bei Snorre auszulösen: Ente. Ich hatte noch gefrorenes Brustfilet im Gefrierschrank, also habe ich das gestern schon mal aufgetaut, um es heute verfüttern zu können. Und was soll ich sagen? Es wurde schon lange nicht mehr mit solcher Begeisterung zugeschlagen!

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Om nom nom!!!

Ganz begeistert haben Tabby und Snorre auf den Fleischbrocken herum gegnatscht und die Näpfe komplett leer geschleckt, so toll fanden sie die Ente. Ich freu mich natürlich drüber, so kann ich ihnen endlich wieder etwas Leckeres bieten und gleichzeitig eine neue Phase in der Ausschlussdiät einläuten. Geplant ist, für gut zwei Wochen die Ente zuzufüttern. Wenn in dieser Zeit nichts passiert, dann wird das Flattervieh hoffentlich kein Auslöser sein und ich kann eine weitere Fleischsorte probieren. Da mein Vater neulich kiloweise Rindfleisch angeschleppt hat, tendiere ich dazu. Also, drückt uns die Daumen und Pfötchen, dass es so gut weiter geht!

Wir genießen dann jetzt mal die ersten Frühlingsgefühle, die uns von der Sonne gezaubert werden. Ist schon was Feines. 🙂

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Geschenke- und Winzpunkt-Alarm

Ich war heute mit einer Freundin im Fressnapf, um ein wenig Nachschub an „Ich misch dir Stinke-Fertigfutter ins Fleisch, damit du es frisst“-Happa für Tabby zu kaufen. Und da bin ich doch glatt über die niedlichsten Futternäpfe gestolpert, die ich seit langem gesehen habe! Ich wollte eh demnächst neue holen, weil die alten nicht mehr ganz so toll waren, und da habe ich direkt zugeschlagen.

IMG_1682Sind die nicht niedlich? Ach, außen drauf steht auch noch was!

IMG_1685Tabby musste natürlich gleich mal schauen, was ich da tolles Neues angeschleppt habe. Snorre traute der ganzen Sache wieder mal nicht, beim ersten Futtern aus der Schüssel musste ich ihm zeigen, dass das nichts Böses ist. 😀

Tjaaaa, und neulich beim Schmusen machte ich eine Entdeckung.

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Schön durchkraulen lassen auf dem Lieblingsplatz.
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Da juckt es gerade an der Pfote.
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Ja, die Krallen müssten wir auch mal wieder schneiden…
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Aber… Was… ist das?

Na, hervorragend. Da hat sich doch glatt bei Snorre über dem linken Auge eine neue kleine Wunde gebildet. Püh! Einfach so! Es fing als winziger roter Punkt an und wurde dann ein klein wenig größer. Scheint aber nicht so doll zu jucken, denn er geht nicht übermäßig dran und es hat sich auch noch nicht bös verschlimmert. Ich mache immer ein wenig Silberwasser drauf, damit die Wundheilung besser klappt. Und ja, ich habe eine Vermutung, woher das kommt. Tabby hat neulich ein wenig getrocknetes Putenfleisch bekommen. Ich hab noch einiges davon und manchmal muss ich ihn damit locken, damit er abends aus dem Wohnzimmer kommt. Jedenfalls hat Snorre ihm einen Happen abgejagt. Am Tag danach: Roter Winzpunkt über dem Auge. Aha? Er bekam da täglich auch noch etwas von dem Animonda Stinke-Futter unter das Pferdefleisch gemischt, damit er besser frisst. Der Punkt verschwand nicht, sondern wurde etwas größer. Also kombinierte ich mal ein wenig. Putenfleisch… getrocknet… In dem Animonda ist Brühe drin… zu 31 %… Ich nehme an, dass es sich um Hühnerbrühe handelt, was ja passen würde, wenn… Ja, wenn Snorre so extrem auf Geflügel reagiert. Ich werde das mal weiter beobachten und auch das „Pferde-Animonda“ bei Snorre komplett meiden. Ich kriege das noch raus!!

ent-trichtert

Es ist so weit. Nach etwa zwei Monaten hat sich die Wunde an Snorres Kopf so weit geschlossen, dass ich ihm vorgestern den Trichter abnehmen konnte.

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Die Mini-Kruste links ist seit heute Morgen auch verschwunden.

Nach gut vier Wochen mit diesem Ding schien mein Katerchen zuerst ganz verwirrt zu sein. Während ich das Teil noch in der Hand hielt, behielt er mich unentwegt im Auge, damit ich es ihm ja nicht wieder überziehen konnte! Ich muss sagen, dass ich ja oft Horrorgeschichten lese von Katzen, die total deprimiert sind, wenn sie den Trichter tragen müssen, oder von solchen, die einfach ausflippen und kaum noch zu handhaben sind. Und obwohl Snorre ja von der Sorte „Du hast da Creme an der Hand! Fass mich bloß nicht an!!“ ist, ist er im Umgang mit dem Trichter ein Engel. Klar, es passt ihm nicht wirklich. Aber wir müssen das Ding nicht mal mit einem Halsband festmachen, weil er nicht versucht, es sich auszuziehen. Er spielt ganz normal, klettert nach oben auf den Kratzbaum, kriecht in jeden Karton und ist genau so anhänglich wie sonst. (Wenn nicht sogar mehr.) Dafür bin ich extrem dankbar.

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Endlich wieder auf Sachen rumgnaddeln!

Ich füttere weiterhin mit Pferdefleisch. Mittlerweile sind es 12 Tage und inzwischen hat sich die Akzeptanz auch ein wenig verbessert. Einmal täglich mische ich unter das Lunderland-Fleisch noch das Integra Sensitiv Protect mit Pferd, aber immer öfter klappt es nun auch, dass die beiden das pure Fleisch futtern. Allerdings merkt man besonders Tabby an, dass er das nicht so prickelnd findet. Wenn er nicht gerade vor Hunger fast umfällt, kostet es ihn sehr viel Überwindung, Pferd pur zu fressen. Er hat auch ein wenig abgenommen – was nicht schlecht ist, da er ja ohnehin eher zum Rollmops tendiert. 🙂

Das Seefischöl zur Omega 3-Zufuhr ist für Snorre inzwischen ein Highlight. Er liebt es. Tabby schlabbert auch ein wenig davon, ist aber nicht so angetan wie sein Bruder. Wenn der könnte, würde er die Kapseln aussaugen!

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Die Federangel! Bestes Spielzeug der Welt!

Insgesamt bin ich zufrieden mit der derzeitigen Situation. Nach anfänglichen Problemen mit dem Stuhlgang hat sich auch da wieder alles eingependelt und ich hoffe, es geht so weiter. Das Projekt Frischfleisch bin ich allerdings doch noch nicht angegangen. Bei der Mäkelei hier will ich nicht wie eine verzweifelte Dosenöffnerin alles durcheinander anbieten, sonst kommen die Miezen wohlmöglich noch auf die Idee, dass sie mich beeinflussen könnten! Als würde ich das zulassen! Hahahaha! Haha. Ha…

Tja, und dann wollte ich gestern mal ein paar Fotos machen, auf denen meine Fellies gemeinsam drauf sind. Ich bin da ja immer auf meine Handykamera angewiesen, denn mit der Spiegelreflex hat man bei dem Licht in unserer Wohnung und der Zappelei der Tiere kaum eine Chance auf gute Bilder. Mein Freund noch eher, aber ich bin einfach ein totaler Belichtungs-Noob. Mit Tageslicht komme ich klar, alles andere ist dann schon eher Katastrophe. Wie gesagt: Ich also auf Fotopirsch. Das ist, was dabei raus kam.

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So, ich mach jetzt mal ein Foto… Mist.
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Tabby, jetzt bleib doch mal… Wo willst du hin?
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Nein, hier ist das Vögelchen!
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Naja… Das ist wohl das Beste, was ich kriege.

Das üben wir vielleicht noch mal. 😀

Ich kann doch nicht drei Tage lang das Gleiche essen!

Doch, du kannst, Snorre. Sogar wochenlang. Dafür werde ich sorgen.

Vor 2 Tagen habe ich mit der Ausschlussdiät für mein Katerchen angefangen. Tabby muss zwangsläufig mitmachen, es wird ihm nicht schaden und eine getrennte Fütterung ist bei den beiden schwierig. Eigentlich wollte ich es mit einer sortenreinen Fütterung von Ente versuchen, da die Proteinbausteine da wohl anders sind als bei Geflügel und sich das Fleisch daher auch für eine Ausschlussdiät eignet. Ja, ich weiß, die Empfehlung geht eigentlich meist direkt zu Pferd und nachdem ich die Kosten abgewogen habe (sortenreines Futter aus Ente zu beziehen ist einfach irr-sinn-ig teuer), bin ich auch beim Pferdefleisch gelandet. Warum ich das eigentlich nicht wollte? Ich habe ein kleines Trauma, was Pferdefleisch angeht. Ein Exkurs in meine Kindheit… Als ich noch ein kleiner Stöpsel war – etwa 8 Jahre -, war ich ein totaler Pferdenarr. Ich habe Reitunterricht bekommen, habe bei den Bauern bei uns im Dorf in den Ställen herumgelungert und viel Zeit mit den Tieren verbracht. Waren für mich einfach die tollsten Lebewesen auf der Welt. Mein Vater fuhr mit mir und meinem Bruder zu der Zeit auf den Bremer Freimarkt und da Kinder ja auch mal was essen wollen, fragte er mich, ob ich eine Bratwurst wolle. Er holte mir eine, ich kaute fröhlich vor mich hin und als er mich fragte, ob es mir schmecke, eröffnete er mir lachend, dass ich gerade Pferdewurst aß. Ich weiß noch, dass ich geheult habe wie ein Schloßhund. Seitdem kann ich kein Pferdefleisch anrühren. Wenn andere es essen wollen, bitte, aber es geht bei mir nicht und ich wollte es darum eigentlich auch nicht kaufen bzw. irgendwann frisch verarbeiten.

Aber gut, was tut man nicht alles für seine Hausgenossen? Ich habe mir also Pferdefleisch von Lunderland bestellt und das noch hier vorhandene Futter schon nach und nach mit Animonda Integra Sensitive Pferd & Amaranth vermischt, um die Umstellung zu erleichtern. Das lief auch ganz gut und am ersten Tag der Diät nahmen die Kater das reine Pferdefleisch morgens auch begeistert an. Am Abend mischte ich ihnen ein wenig Seefischöl aus Omega3-Kapseln unter ihr Futter.  Die Anregung kam von Christina und Kipet und nach anfänglichen Zweifeln dachte ich mir, ich könnte es einfach mal versuchen.  Auch hier war die Akzeptanz kein Problem. Hurra!

Tabby schnüffelt schon mal an.
Tabby schnüffelt schon mal an.

Praktischerweise habe ich von einer Freundin zu Weihnachten ein Katzenjournal geschenkt bekommen. Quasi ein Tagebuch für Samtpfoten. Ich benutze es jetzt vor allem als Diät-Journal, was wirklich eine feine Sache ist. Klar kann man auch ganz viel anderen Kram hinein schreiben – was ich natürlich mache, weil ich schreiben halt toll finde.

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Gestern Morgen dann bei der Fütterung: Große Augen. „Och nöö… Schon wieder Pferd? Das hatten wir doch gestern erst!“ Tja, Pech! Klar gibt es nichts anderes. Alle Leckerchen sind auch schon seit geraumer Zeit von der Speisekarte gestrichen, also entweder sie gewöhnen sich jetzt dran oder… Na, irgendwas anderes würde ich mir einfallen lassen, aber das müssen sie ja nicht wissen. Tabby ist ein wenig um den Napf herum geschlichen und hat dann doch noch einige Happen genommen, ehe er beleidigt von dannen schlich. Snorre allerdings schnüffelte nur angewidert und schüttelte sein Pfötchen. „Nie und nimmer esse ich das!“ Also Trick 17: Snorres Napf nehmen, mit einer Untertasse abdecken, auf die Anrichte in der Küche stellen und warten. Ich wies meinen Freund an, ihnen ja nichts zu geben und fuhr zu meinem Treffen mit zwei Freundinnen. Als ich nach Hause kam, war die Untertasse vom Napf geschoben und der Inhalt beinahe vollständig geleert. Da das nur Snorre macht und das auch mit Vorliebe, wusste ich zumindest, dass er was gefressen hatte. Abends allerdings dann wieder lange Zähne und Ablehnung bei beiden. Heute Morgen klappte es dafür wieder ein bisschen besser, Snorre hat wenigstens gefressen wenn er dachte, ich schaue nicht hin. Und Tabby haut eh rein, wenn er merkt, dass es sonst nichts gibt.

Die Wunde heute Mittag.
Die Wunde heute Mittag.

Ich denke, wir werden uns hier ein wenig von Tag zu Tag hangeln. Ab nächster Woche möchte ich auch Frischfleisch beimischen. Wir haben quasi um die Ecke einen guten Pferdemetzger, da muss ich mich dann mal hinein wagen. Buhuhuhuuuu, dieses Trauma!