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Abkühlung

Es ist mal wieder Sommer und immer, wenn die große Hitze kommt, sind die Kater in etwa so schlaff und platt wie ich. Wir haben zwar Glück und müssen in der Wohnung nicht so schwitzen, weil die Temperatur nicht über 24 Grad kommt, aber eigentlich ist uns das schon zu viel. Natürlich kein Vergleich zu draußen, wenn das Thermometer die 30er Marke zu knacken droht! 

Ist es also mal wieder so weit, wollen die Dickies eigentlich auch gar nicht mehr wirklich auf den Balkon. Ich lasse zwar die Tür offen, aber… nee, zu warm! 


Gehen sie allerdings doch raus, versuche ich ein bisschen Abkühlung mit den beliebten Bällen im Wasser zu schaffen. Snorre interessiert das eher weniger, aber Tabby findet es eigentlich jedes Mal gut. 

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Projekt: Katzen- und Hobbyraum

Zuerst mal: Ja, wir leben noch. Und es geht uns gut. Nachdem in den letzten Monaten der Stress für mich einfach so groß wurde, dass für nichts anderes als Arbeit und Ehrenamt Zeit blieb, habe ich alle anderen Aktivitäten gekippt und bin nun mit einem Ehrenamt weniger und hoffentlich mehr Zeit für mich und mein Leben wieder zurück.

In der letzten Woche haben mein Freund und ich uns erst einmal einen Urlaub gegönnt. Okay, es ging „nur“ in den Harz und es war der obligatorische Familienurlaub mit meiner Sippe, aber es war trotzdem sehr schön und hatte für mich auch eine Art „Endpunktfunktion“. Näheres dazu nicht hier, sondern demnächst in meinem persönlichen Blog.


Im Urlaub waren die Kater natürlich gut durch Freunde und Familie versorgt. Sie haben sich aber trotzdem sichtlich gefreut, als wir wieder zuhause waren. Und wie ich nun mal bin, mache ich mit mehr Zeit auch wieder Pläne für alles mögliche. Im Moment überlege ich daran herum, wie ich meinen Hobbyraum so umgestalten kann, dass er auch gleichzeitig ein Katzenraum wird. Geplant ist zunächst mal, meine Möbel umzustellen und damit Platz an einer Wand zu schaffen, so dass ich eine Kletterwand für die Kater anbringen kann. Dabei ist die Wand nicht komplett frei, sondern mein Nähtisch steht auch noch dort. Da der an der Wand befestigt und einklappbar ist, muss man natürlich drum herum bauen. Wie macht man das am besten? Ein paar Ideen habe ich da schon und ich möchte mich am Wochenende daran machen, etwas auszumisten und die Möbel umzustellen. Da mein Freund mir dabei helfen muss, aber noch nichts von seinem Glück ahnt, wird das bestimmt noch ein interessantes Unterfangen.

Für den nächsten Schritt – die Kletterwand – überlege ich bereits an Möglichkeiten. Am einfachsten wäre es natürlich, einfach einen Kratzbaum zu holen und ihn an der Wand zu befestigen. Aber genau das möchte ich eigentlich nicht. Ich möchte verschiedene Ebenen und gerne eine Art Verbindung zwischen der Kletterwand und den Schränken schaffen, die hier stehen, damit die Kater ein wenig mehr Platz haben, um sich zu bewegen und auf höheren Ebenen zu sitzen oder zu liegen. Aber brauche ich dafür Spezialanfertigungen? Wie befestige ich das am besten absturzsicher an der Wand? Und wie stelle ich sicher, dass so ein Brett auch wirklich einen fünfeinhalb-Kilo Kater trägt, der von einer höheren Ebene aus drauf springt?

Für Tipps jeglicher Art wäre ich dankbar. Vielleicht besitzt jemand hier so eine Wandkonstruktion und kann mir weiterhelfen? Oder jemand kennt einen hilfreichen Link, einen Profi, oder… oder… oder…

Ich werde auf jeden Fall berichten, wie es voran geht.

Hol mal das Brot raus…

… wir haben hier eine Leberwurst!

Mit diesem Satz hat mein Freund heute sehr gut beschrieben, in welcher Stimmung sich Snorre gerade befindet. Gestatten? Leberwurst. Beleidigte Leberwurst. Bitte nicht in die gleiche Richtung gehen, nicht anschauen und um Himmels Willen nicht anfassen! Gefahr, Gefahr!

Was passiert ist? Gestern fiel mir auf, dass Snorre sich übertrieben oft die Hinterpfoten leckt. Besonders die rechte. Und obwohl er eigentlich kein Problem damit hat, wenn man seine Pfoten anfasst, ließ er mich partout nicht an seine Zehen. Abends hat mein Freund ihn dann geschnappt und ich konnte mir mal genauer ansehen, was da los ist. Der Kleine hat sich den Bereich zwischen den mittleren Zehen beinahe kahl geleckt und es ist auch etwas verkrustet, rot und natürlich gereizt. Einen Grund dafür konnte ich nun nicht sehen, also nichts eingetreten oder großartig aufgerissen. Allerdings habe ich zwei schwarze Flecken auf dem Ballen bemerkt und will die nun mal beobachten.

Da ich ihm für Lappalien ungern den Gang zum Tierarzt antun möchte (Besonders nicht bei der Hitze, die hier im Moment herrscht.) und es nun auch nicht akut entzündet scheint, hat mein Freund heute Morgen 3%iges Wasserstoffperoxid aus der Apotheke geholt, damit wir den wunden Bereich ausspülen können. Also lauwarmes Wasser in eine Schüssel, etwas H2O2 dazu und rein mit dem Pfötchen. Naja, toll fand Snorre das natürlich nicht. Aber er hat sich auch nicht so angestellt wie ich befürchtet hatte. Vermutlich wäre er auch nicht so eingeschnappt gewesen, wenn wir ihm nicht schon wieder den fiesen Kragen verpasst hätten, damit er nicht sofort wieder anfängt, an der Pfote zu lecken.

Jetzt liegt er schon seit Stunden platt auf dem Boden, schaut ab und zu vorwurfsvoll hoch und verkriecht sich ganz fix, wenn wir ihm zu nahe kommen. Ach, der arme Kleine. Seltsamerweise ist sein Leid aber ganz schnell vergessen, sobald draußen ein Vogel im Baum hockt oder ein interessantes Geräusch erklingt. Da kann er dann auf einmal ganz fit durch die Gegend springen und ein aufgeweckter Kater sein.

Schauen wir mal, wie es in den nächsten Tagen weitergeht.

Der explodierte Hintern.

Heute gibt es einen Beitrag ohne relevante Bilder. Das möchte ich wirklich niemandem antun. Warum? Nun ja, heute Morgen war eigentlich alles wie immer. Der Wecker klingelte, ich drehte mich noch mal um, Snorre kratzte an der Schlafzimmertür. Nach dem zweiten Weckerklingeln habe ich mich mit halb geschlossenen Augen zur Tür getastet, öffnete diese und – war schlagartig wach. Was zum…? Auf dem ganzen Flur zogen sich verdächtige braune Spuren über das Laminat. Och nö…

Also habe ich mich aus dem Bett gehievt und bin auf die Suche nach der Ursache gegangen. Mein erster Gedanke war, dass einem der Tiere der Hintern explodiert sein müsse, denn genau so sah es aus. Nicht nur im Flur. Nein, auch im Bad. Und dort kam mir auch Tabby entgegen, der mich schon so merkwürdig ansah. Nach einem kurzen Check seiner Rückseite wusste ich auch, warum. Bei seinem letzten Klogang muss sich das Würstchen nicht richtig gelöst haben und er hat wohl versucht, es durch Rutschen auf dem Boden loszuwerden. Leider hatte das den gegenteiligen Effekt, denn nun klebte es angetrocknet unter seinem Schwanz.

Mir war schon klar, dass er keinen Freudentanz aufführen würde, wenn ich mich ans Säubern mache. Ab und zu hat er ja mal Durchfall und bei diesen Gelegenheiten zeigt er mir auch gern, was er davon hält, den Popo geputzt zu bekommen. Nämlich nichts. Also die übliche Prozedur: Einen feuchten Lappen holen, Tabby ins Bad setzen und erstmal den gröbsten Schmutz entfernen. Allerdings leichter gesagt als getan, denn der Kater drückt seinen Po immer so fest auf den Boden, dass man einfach nicht mehr gut rankommt. Unsere Gespräche sind sicherlich interessant zu belauschen.

„Komm schon, Maus. Mach es uns nicht so schwer.“

„Mi mi miiiiii!“

„Mir ist schon klar, dass dir das nicht gefällt, aber du kannst uns auch nicht die ganze Bude vollködeln.“

„Mau miau?“

„Ja, ist doch gleich vorbei. Wenn du still halten würdest, wäre ich auch schneller fertig.“

„Mau murr…“

„Ach, beschwer dich doch beim Tierschutzbund…“

Dieses Mal war es mit dem feuchten Lappen leider nicht getan. Ich bin mir sicher, dass er mich so ein bisschen verflucht hat, als ich ihm in der Dusche den Hintern erst shampooniert und dann mit lauwarmem Wasser abgespült habe. Und zum ersten Mal in meinem Leben habe ich bewusst das Stress-Schnurren einer Katze gehört. Tabbys ganzer Körper hat quasi vibriert. Tat mir auch extrem leid, aber es führte ja kein Weg dran vorbei.
Das Gute: Er ist überhaupt nicht nachtragend. Wieder trocken und mit sauberem Popo kam er ganz schmusig an, wollte kuscheln und konnte gar nicht verstehen, dass ich nun erstmal noch ewig den Fluru nd das Bad putzen musste. Hach ja. Haustiere sind was Feines. 🙂

Die Unschuld selbst.

 

Zirkuskater

Man macht ja einfach auch viel Schabernack mit den Tierchen. Jetzt hat es wieder mal Snorre erwischt, der von meiner Freundin H. zum Zirkuskater gemacht wurde. Er schläft oft mit dem Beinchen aus dem Nest hängend und H. fand, da könne man mal einen Ball drauf legen. Er hat sich das recht interessiert angeschaut und den Ball dann immer nach einer Weile runter gepfotelt. Ich muss zugeben: Es war ein Heidenspaß, den Ball immer und immer wieder auf seiner Pfote zu platzieren.

Als wir noch jung und unschuldig waren…

Heute musste ich durch diesen Beitrag vom Katzenfreundeblog daran denken, wie meine beiden Dickies so waren, als sie vor gut anderthalb Jahren bei uns eingezogen sind. Klein und flauschig und so ungemein zutraulich, dass es einem fast das Herz zerrissen hat vor Liebe. Heute sind sie um einiges fetter größer, aber wo ich andere Menschen oft sagen höre, dass die es lieber hätten, wenn ihre Katzen immer klein und niedlich geblieben wären, habe ich mich immer auf den Moment gefreut, in dem ich zwei stattliche Kater haben würde.

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Ihr früherer Lieblingsplatz: Die Fensterbank meines Hobbyraums.

Ich wollte eigentlich keine Kitten aufnehmen, sondern zwei erwachsene Katzen, da mir bewusst war, wie viel Arbeit Kitten bedeuten. Blöd nur, dass ich durch eine Freundin dann an den Wurf geriet, in dem Tabby und Snorre aufwuchsen. All meine Pläne waren auf einen Schlag zunichte gemacht. Und als mein Freund dann auch noch meinte, dass er es schöner fände, wenn wir Kitten aufzögen, habe ich mich schließlich für die Brüder entschieden.

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Bei Tag haben sie auch dort gesessen und interessiert den Bauarbeiten auf der anderen Straßenseite zugeschaut.

Ganz zu Anfang hatte ich ständig Angst, dass den beiden etwas passieren würde. Klar, ich bin mit Katzen aufgewachsen und kannte mich aus, habe auch noch ein halbes Dutzend Bücher gewälzt, um wirklich gut vorbereitet zu sein. Aber noch nie hatte ich die alleinige Verantwortung für die Tiere. Immer war meine Mutter da, die in schwierigen Situationen die Führung übernommen hat. Dieses Mal würde alles an mir hängen und das hat mir in den ersten Wochen ganz schön zu schaffen gemacht. Letztendlich wurde es aber nach und nach besser und ich habe gemerkt, dass ich mir gar nicht so viele Gedanken machen muss. Auch als die gesundheitlichen Probleme mit Snorre losgingen, habe ich mich ganz wacker geschlagen und einfach versucht, für meinen Liebling eine gute Lösung zu finden.

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Zum ersten Mal ganz oben auf dem Kratzbaum!

Mit Tabby und Snorre hatten wir allgemein sehr viel Glück. Mental war ich drauf vorbereitet, die halbe Wohnung neu einrichten zu müssen, weil einfach so viel kaputt gehen könnte. Wir haben die Kabel der Surround-Anlage verkleidet, einige Ecken gesichert oder unzugänglich gemacht. Aber wirklich verändert haben wir unsere Wohnung nicht. Unsere Kater sollten mit uns leben und wir wollten nicht übervorsichtig sein. Aber es ist wirklich nichts zu Bruch gegangen in ihrer Sturm und Drang-Zeit. Klar, da wurde mit den Milchzähnchen mal an der ein oder anderen Ecke geknabbert und auch das Sofa ist dank Krallenaction nicht mehr taufrisch. Aber ansonsten gab es keine großartigen Unfälle.

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Snorre steht auf Mamas Socken!

Charakterlich waren beide schon immer recht ausgeglichen. Ganz zu Beginn mussten wir eine Behandlung gegen Ohrmilben durchführen, das fand Snorre gar nicht toll und er hasst es bis heute, an den Ohren berührt zu werden. Aber das hat sich inzwischen auch sehr gebessert. Tabby war auch nicht begeistert, aber nach 30 Sekunden war alles wieder vergessen. Bis heute hat er die Angewohnheit, einem nichts nachzutragen, sondern sofort wieder auf Kuschelkurs zu gehen. Allgemein hatten wir nie Probleme im Umgang mit den Dickies. So freundlich, ausgeglichen und interessiert an ihrer Umwelt und allem Neuen wünscht man sich seine Tiere!

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Beweisbilder: Als Kitten haben die beiden ständig auf meinem Bauch geschlafen.
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Gerne auch zwischen meinen Beinen mit Kissen „im Arm“.

Ich bin wirklich glücklich, so tolle Kater haben zu dürfen und ich bin unheimlich dankbar für jeden Tag, den ich bisher mit ihnen verbringen durfte. Hoffentlich werden es noch viele, viele mehr sein!

 

Fellwechsel

So langsam geht’s wieder los: Meinen Katern fällt das Winterfell aus. Wie bereits im letzten Jahr sehr früh, aber ich denke, das kommt sicher auch durch die reine Wohnungshaltung. Im Grunde stört mich das nicht weiter, ich bürste die beiden jetzt einfach öfter und das lassen sie sich ja auch gern gefallen.

Tabby und Snorre sind Hinterhofmixe. Also zu deutsch: Ihre Mutter (eine pupsnormale Hauskatze) ist eines Tages entwischt und hat sich mit dem Persermix der Nachbarn vergnügt. Heraus kamen fünf komplett unterschiedliche Katerbabies, von denen vier rot und eines schwarz war. Drei dieser Kätzchen hatten ganz glattes und feines Haar. So wie ihre Mutter. Und unsere beiden waren von Anfang an die Wuschel im Wurf. Ich bin kein großer Perser-Fan und daher auch ganz froh, dass sie außer der Knicknase, dem Wuschelfell und der ziemlich dichten Unterwolle keine großartigen äußerlichen Erbanlagen ihres Vaters mitbekommen haben. Doch selbst wenn es so gewesen wäre, wäre mir das egal gewesen. Wenn man sich verliebt, dann spielt das Aussehen wirklich nicht die erste Geige.

Wie gesagt, ich kämme jetzt etwas vermehrter. Wir hatten sie schon früh daran gewöhnt und besonders Snorre steht total darauf. Er rollt sich unter dem Furminator hin und her, legt sich auf den Rücken und streckt die Beine von sich, schnurrt und genießt. Tabby fängt irgendwann an, mit der lila Bürste zu spielen, aber an sich findet er die Massage auch nicht schlecht. Alle ein bis zwei Tage gehe ich nun durchs Fell und das bekomme ich dann jedes Mal heraus:IMG_1889

Nicht schlecht, oder? Und nein, sie sind noch nicht haarlos. 😀 Ich glaube, da müsste ich schon mit dem Rasierer ankommen. Sobald die Haare hier auch nicht mehr so sehr fliegen, muss das Fell auch nicht mehr so gepflegt werden. Da reichen so ein bis zwei Anwendungen im Monat.