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Wir lieben die neue Badewanne.

Als ich noch in der alten Wohnung gelebt habe, war Tabby immer begeistert von der Dusche. Niemand wusste so recht, warum. Wahrscheinlich nicht mal er selbst. Aber stundenlang Wassertropfen anstarren und ab und zu nach einem angeln, der an den Fliesen herunter läuft, das war sein Ding. Ich war etwas traurig darüber, dass dies in der neuen Wohnung vorbei sein würde. Keine Dusche, kein begeisterter Tabby. Aber da habe ich mich wohl nachhaltig geirrt.

In der alten Wohnung gab es eine Dusche und eine Badewanne. Die Badewanne war immer recht uninteressant, außer für Snorre, der gern reingepinkelt hat. (Herzallerliebst…) Seit ich aber nun hier wohne, gehen beide Kater total auf die Wanne ab. Sobald ich mich in Richtung Bad bewege, rennen sie schon voraus und hüpfen in die Wanne, maunzen den Wasserhahn an und erwarten, dass ich das Wasser aufdrehe. Ich habe keine Ahnung, wieso das plötzlich der Hit ist, aber es ist einfach süß, ihnen dabei zuzusehen, wie sie voller Begeisterung mit dem Wasserstrahl spielen.

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Alte Projekte, neue Ziele.

Eigentlich wollte ich nur ein kombiniertes Näh- und Katzenzimmer schaffen. Darüber hatte ich bereits vor einiger Zeit geschrieben. Nun werde ich eine ganze Wohnung für mich und die Kater finden und einrichten müssen. Seit ein paar Tagen durchforste ich das Internet nach Angeboten, die für mich in Frage kommen, und verzweifle so langsam darüber, dass so viele Vermieter von vornherein Katzenhaltung verbieten. Ja klar, eigentlich darf das nicht mehr grundsätzlich verboten werden, allerdings bekommt man davon unabhängig halt auch keinen Mietvertrag, wenn man Fellnasen mitbringen möchte. Als ob die ganze Situation gerade nicht schon bescheiden genug wäre.

Ich mache mir ein wenig Sorgen, ob die Kater sich in einer kleineren Wohnung wohl fühlen werden. Immerhin werde ich mich um knapp die Hälfte verkleinern müssen, alles andere kann ich nicht bezahlen. Als ich in Hamburg wohnte, war unter anderem der geringe Platz ein Grund dafür, warum ich keine Katzen halten wollte. Werde ich dann zum Tierquäler? Natürlich werde ich versuchen, ihnen auch an den Wänden Bewegungsmöglichkeiten zu verschaffen. Aber es kommt natürlich auch darauf an, wo wir landen. Was wir finden.

Gerade erscheint mir diese Herausforderung zu groß, aber es hilft ja nichts. Tabby übt schon mal das platzsparende Packen.

Snorre auf Abwegen

Als ich heute nach Hause kam, erzählte mir mein Freund so ganz nebenbei, dass Snorre heute verschwunden war. Ich dachte erst, er meinte einen Karton, in dem er sich versteckt hätte, oder eine Schublade, in der er geschlafen hat. Aber nein. Snorre hatte die heiligen Hallen verlassen und sich auf Wanderschaft begeben. Und das war so: 

Schatz war aus der Wohnung gegangen und hat sich nach seiner Rückkehr um irgendwas gekümmert. (Vermutlich saß er vorm PC.) Nach einiger Zeit klingelte es und als er die Tür öffnete, rief die Nachbarin von unten herauf, dass uns wohl eine Katze entlaufen wäre. Ist vielleicht auch nicht so verwunderlich, wenn man die Wohnungstür beim Reinkommen nicht richtig schließt… Snorre hatte sich wohl ins Treppenhaus begeben und erstmal erkundet, was es da so gab. Unsere Nachbarin lässt öfter mal die Wohnungstür offen stehen, wenn sie im Keller Wäsche holt. Und genau dann hat sich das Katerchen in ihre Wohnung geschlichen, wo sie ihn dann aufgefunden hat. Er saß ganz verschüchtert in einem Regal des Abstellraums. Als Mann und Kater wieder oben waren, wartete Tabby übrigens ganz brav bei uns in der Wohnung. Der hat sich nämlich nicht raus getraut!

 

Ich habe bei der Geschichte ein wenig Schnappatmung bekommen. Es ist dem Kleinen ja nichts passiert, also alles gut, aber es ist nicht das erste Mal, dass mein Freund die Wohnungstür offen stehen lässt. Und dann rennt Snorre auch noch in die Wohnung der Nachbarn aus der Hölle! Oh man… Und was hätte passieren können, wenn die Haustür unten offen gestanden hätte, will ich mir gar nicht vorstellen! 
„Wozu soll ich meine Katze chippen oder tätowieren lassen? Sie ist doch nur drinnen.“ Genau aus solchen Gründen! Es kann immer was passieren. Egal, wie vorsichtig man ist.